Stolperfalle Dienstwagen - Wie Fahrtkosten und Kfz-Versicherung steuerlich behandelt werden

Viele Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern einen hochwertigen Dienstwagen zur Verfügung, der neben repräsentativen Zwecken in vielen Fällen natürlich auch dem Selbstwertgefühl zugutekommt. Die Kosten trägt der Arbeitgeber und auch mit Reparaturen in der Vertragswerkstatt und den Versicherungen haben Arbeitnehmer nichts zu tun. Spannend wird die Thematik allerdings erst, wenn auch die private Nutzung erlaubt ist, denn das ruft das Finanzamt auf den Plan.

Geldwerter Vorteil muss versteuert werden

Wird der Dienstwagen für private Zwecke genutzt, und das betrifft bereits die Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsplatz, muss jeder Arbeitnehmer das zur Verfügung gestellte Fahrzeug als sogenannten geldwerten Vorteil versteuern. Der geldwerte Vorteil beinhaltet dabei sowohl den Bruttolistenpreis des Fahrzeuges, wie der zu finden ist zeigt Wirtschaftswissen.de, als auch Nebenkosten wie die Autoversicherung. Wie hoch der insgesamt zu versteuernde Anteil bei der privaten Nutzung ist, hängt von der Berechnungsmethode ab. Dazu stellt das Finanzamt eine pauschale Abrechnungsmethode, die sogenannte 1-Prozent-Regel, und eine detaillierte Abrechnungsmethode in Form eines Fahrtenbuchs zur Verfügung. Pro Jahr darf allerdings nur eine der beiden Methoden angewandt werden. Desweiteren wurde auch vom Gesetzgeber die Dienstwagennutzung gesetzlich geregelt, siehe dafür Verwaltungsvorschriften-im-internet.de.

Steuerlast hängt von der Berechnungsmethode ab

Der ermittelte Betrag wird letztendlich als geldwerter Vorteil auf das zu versteuernde Bruttogehalt aufgeschlagen und mit dem persönlichen Einkommensteuersatz belastet. Die Kfz-Haftpflicht sowie eventuelle Kaskoversicherungen gehören damit auch zum geldwerten Vorteil, des eingesparten eigenen Fahrzeugs. Wird die 1-Prozent-Regelung angewendet, sind die Kfz-Versicherungskosten bereits pauschal erfasst. Wird hingegen ein Fahrtenbuch geführt, richtet sich die Höhe nach dem Anteil der tatsächlich privat zurückgelegten Kilometer.

Wann lohnt sich welche Berechnungsmethode?

Die pauschale 1-Prozent-Regel lohnt sich in erster Linie, wenn der Dienstwagen häufig privat genutzt wird. Liegt der private Nutzenanteil hingegen unterhalb der Pauschale, lohnt die Anfertigung eines Fahrtenbuchs. Damit ist sichergestellt, dass auch die durch den Verzicht auf ein Privatfahrzeug eingesparten Versicherungskosten nur entsprechend der tatsächlichen Nutzung versteuert werden müssen. Da es sich um eine sehr komplexe und individuelle steuerliche Angelegenheit handelt, sollte für die bestmögliche Ansetzung ein Steuerberater konsultiert werden und für Versicherung Online-Portale wie Autoversicherung-vergleich.info genutzt werden.

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